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Ein Wimpernlifting arbeitet mit dem, was du hast. Es werden keine künstlichen Wimpern angesetzt. Stattdessen bekommen deine eigenen Wimpern einen gleichmäßigen Schwung vom Ansatz an. Das öffnet den Blick und lässt die Wimpern länger wirken, weil ihre ganze Länge sichtbar wird. Für viele ist das Lifting der unkomplizierte Mittelweg zwischen Mascara und Extensions.
Was ein Wimpernlifting ist
Beim Lifting wird die Form der Naturwimpern mit kosmetischen Lotionen verändert. Das Prinzip erinnert an eine Dauerwelle, nur dass die Wimpern nicht gelockt, sondern angehoben werden. Sie werden dazu über ein kleines Silikonpad gelegt, das auf dem Lid sitzt. Die Form und Größe des Pads bestimmen, wie stark der Schwung ausfällt.
Häufig wird das Lifting mit einer Wimpernfärbung kombiniert. Dunkel gefärbte Wimpern wirken dichter, vor allem bei hellen Spitzen. Dichter oder länger werden die Wimpern durch die Behandlung nicht. Sie sind lediglich besser zu sehen.
So läuft die Behandlung ab
Der Termin findet im Liegen und mit geschlossenen Augen statt. Die Schritte im Überblick:
- Reinigung. Die Wimpern werden von Make-up, Talg und Pflegeresten befreit.
- Abdecken. Die unteren Wimpern werden mit einem Pad geschützt.
- Silikonpad setzen. Ein passendes Pad wird auf dem Oberlid fixiert.
- Wimpern auflegen. Die Wimpern werden einzeln nach oben über das Pad gekämmt und dort befestigt. Hier entscheidet Sorgfalt über das Ergebnis.
- Lifting-Lotion. Sie macht die Härchen formbar und wirkt einige Minuten ein.
- Fixierung. Eine zweite Lotion stabilisiert die neue Form.
- Färbung, falls gewünscht. Die Wimpernfarbe wird aufgetragen und nach kurzer Zeit abgenommen.
- Pflege und Lösen. Zum Schluss werden die Wimpern vom Pad gelöst und gereinigt.
Lotionen und Wimpernfarbe können Reizungen und Allergien auslösen. Deshalb gehört die Behandlung ins Fachstudio. Frag vor dem ersten Termin nach einem Patch-Test, und zwar auch dann, wenn du Haarfarbe bisher gut vertragen hast.
Haltbarkeit: was du erwarten kannst
Ein Wimpernlifting hält üblicherweise sechs bis acht Wochen. Die geliftete Wimper behält ihre Form. Sie wird aber im Lauf des natürlichen Zyklus durch eine neue, ungeliftete ersetzt. Der Effekt lässt deshalb allmählich nach.
Gegen Ende können einzelne Wimpern in unterschiedliche Richtungen stehen, weil alte und neue Härchen nebeneinander wachsen. Tägliches Kämmen hilft. Lass zwischen zwei Behandlungen genug Zeit vergehen, damit ein großer Teil der Wimpern nachgewachsen ist. Wie der Zyklus genau verläuft, erklärt der Beitrag zum Wachstumszyklus der Wimpern.
Pflege nach dem Lifting
Die ersten 24 Stunden sind entscheidend. In dieser Zeit festigt sich die Form.
In den ersten 24 Stunden:
- kein Wasser an den Wimpern
- kein Dampf, also keine Sauna und kein heißes Bad
- keine Mascara und kein Augen-Make-up-Entferner
- nicht reiben und nicht auf dem Gesicht schlafen
Danach:
- Wimpern täglich mit einem sauberen Bürstchen kämmen
- sanft abschminken, ohne zu rubbeln
- auf die Wimpernzange verzichten, der Schwung ist bereits da
- Mascara nach Wunsch verwenden, am besten keine wasserfeste
Kurz gesagt: Beim Lifting werden deine eigenen Wimpern über ein Silikonpad geformt und fixiert. Das Ergebnis hält üblicherweise sechs bis acht Wochen. In den ersten 24 Stunden gilt: kein Wasser, kein Dampf, keine Mascara.
Anders als bei Extensions bist du nach dem ersten Tag bei der Pflege frei. Ölhaltige Entferner sind erlaubt. Auch ein Wimpernserum kannst du in der Regel weiter verwenden. Setze es am Tag der Behandlung aus und frag im Studio, ab wann du es wieder auftragen sollst. Einen passenden Ablauf findest du in der Wimpernpflege-Routine.
Für wen sich ein Lifting eignet
| Ausgangslage | Eignung | Anmerkung |
|---|---|---|
| Gerade, nach unten wachsende Wimpern | Sehr gut | Der Effekt ist hier am deutlichsten |
| Lange, aber unauffällige Wimpern | Sehr gut | Die Länge wird erst durch den Schwung sichtbar |
| Helle Wimpern | Gut mit Färbung | Farbe sorgt für Kontrast |
| Sehr kurze oder lückenhafte Wimpern | Eingeschränkt | Das Lifting fügt nichts hinzu |
| Strapazierte Wimpern, etwa direkt nach Extensions | Besser abwarten | Erst eine Pflegepause einlegen |
| Empfindliche Augen, bekannte Allergien | Nur nach Rücksprache | Patch-Test und gegebenenfalls ärztlicher Rat |
Das Lifting passt gut zu dir, wenn du einen natürlichen Look magst und morgens wenig Zeit investieren möchtest. Es passt weniger, wenn du dir vor allem mehr Dichte und deutlich mehr Länge wünschst. Dafür sind Extensions das geeignetere Mittel. Der Beitrag Lifting oder Extensions stellt beide Wege gegenüber.
Wann du verzichten solltest
Verschiebe den Termin bei gereizten oder entzündeten Augen, bei Verletzungen am Lid und bei Augenerkrankungen, bis ärztlich geklärt ist, ob eine Behandlung infrage kommt. In Schwangerschaft und Stillzeit solltest du vorher ärztlichen Rat einholen.
Treten nach dem Lifting Rötung, Schwellung, Juckreiz oder Brennen auf, die nicht rasch abklingen, lass das ärztlich abklären und informiere dein Studio.
Fragen und Antworten
- Wie lange hält ein Wimpernlifting?
- Üblicherweise sechs bis acht Wochen. Der Schwung verschwindet nicht plötzlich. Er wächst mit dem natürlichen Wimpernwechsel nach und nach heraus.
- Kann ich nach dem Lifting Mascara tragen?
- Ja, nach den ersten 24 Stunden. In diesem Zeitraum solltest du auf Wasser, Dampf und Mascara verzichten, damit die Form stabil bleibt.
- Ist ein Wimpernlifting schädlich für die Wimpern?
- Die Lotionen verändern die Struktur der Härchen. Fachgerecht angewendet und mit ausreichend Abstand zwischen den Terminen gilt das Lifting als gut verträglich. Zu lange Einwirkzeiten oder zu häufige Behandlungen können die Wimpern strapazieren.
- Kann ich ein Wimpernlifting in der Schwangerschaft machen lassen?
- Besprich das vorher mit deiner Ärztin oder deinem Arzt. Viele Studios behandeln in Schwangerschaft und Stillzeit vorsichtshalber nicht oder nur nach Rücksprache.
Dieser Artikel informiert allgemein über Kosmetik und Pflege. Er ersetzt keinen ärztlichen Rat. Bei anhaltenden Beschwerden an Augen oder Lidern wende dich bitte an eine Praxis.
